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Rückenschmerzen (Lumbalgien)

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Robystarm07, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia Commons.              Kreuzschmerzen können ganz harmlos sein, aber auch eine Notfallsituation darstellen. In vielen Fällen stellt sich die Frage, zu welchem Arzt soll ich gehen? Zum Internisten? Neurologen? Neurochirurgen? Rheumatologen? Orthopäden? Physikalische Medizin. In der Folge sind ein paar Anhaltspunkte zusammengestellt. „Rückenschmerzen (Lumbalgien)“ weiterlesen

Erstaunlich was erhöhte Tryptasewerte aussagen

Das Enzym Tryptase ist vor allem in Mastzellen vorhanden und wird bei der Degranulation von Mastzellen freigesetzt. Es ist erstaunlich, wie selten dieses Enzym bestimmt wird, obwohl es eine hohe diagnostische Bedeutung hat.
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Pilze im Darm, sind sie gefährlich?

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Sind Pilze im Darm „normal“ oder muss man dagegen etwas tun? Nun bis zu einem gewissen Maß hat jeder Mensch Darmpilze, vor allem wenn er viel Süßes isst. Doch die Anzahl der Pilze im Stuhl geben keine Auskunft darüber, wie sehr sich der Pilz im Darm „breit gemacht hat“.  Am häufigsten findet man Pilze mit der Bezeichnung „Candida albicans“ im Stuhl. Das klingt zwar gefährlich, ist es aber nicht. „Pilze im Darm, sind sie gefährlich?“ weiterlesen

Warum Diabetiker dicker werden

BILD: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Obesity_and_Diabetes_Trend_Chart.jpg

Viele Menschen mit „Altersdiabetes“ (NIDDM, Typ II Diabetes) kämpfen mit dem Problem, übergewichtig zu sein. Der Arzt sagt immer, man soll Gewicht abnehmen, nur wie man abnehmen kann, sagt er nicht. Wahrscheinlich, weil er es selber nicht weiß. „Warum Diabetiker dicker werden“ weiterlesen

Wie stirbt man eigentlich?

BILD: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/a1/The_Trailing_Skirt%2C_Death_Loves_a_Shining_Mark.jpg

Über das Sterben spricht man nicht, obwohl es jeden trifft. Der Gedanke, sterben zu müssen, ist für viele Menschen unerträglich und wird deshalb verdrängt. Über das Sterben spreche ich dennoch in meinem neuen BuchDarf ich bitte sterben“. Weil das Sterebeverfügungsgesetzt (StVfG) keine Hilfe für Sterbende darstellt und nach wie vor unzählige Menschen einen qualvollen Tod sterben müssen.

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Albträume

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Albträume sind gar nicht so selten. Etwa 2–8 % der Erwachsenen haben regelmäßig Albträume, Frauen sind etwa doppelt so oft betroffen wie  Männer.  Menschen, die Albträume haben, landen meistens in psychotherapeutischer Betreuung. Somatische Ursachen werden regelmäßig übersehen. Deshalb möchte ich hier eine Aufstellung von somatischen Ursachen geben.

Körperliche Ursachen

internistische Erkrankungen äußern sich oft(!) in Albträumen, nämlich immer dann, wenn „nächtliche Notfallsituationen“ bestehen. Betroffene müssen deshalb nicht unbedingt aufwachen, verbleiben im Schlaf und träumen „nur“ schlecht. Solche Notfallsituationen können sein:

  1. Hypoglykämien (Unterzucker) vor allem bei zu scharf eingestelltem Diabetes (IDDM), Insulinom oder Nesidioblastose.
  2. Sauerstoffabfall (Schlafapnoe, Rhythmusstörungen, COPD, Vitamin-B6-Mangel, stumme Ischämien bei KHK, Anämie u. a.)
  3. REM-Verhaltensstörung (nächtliche Epilepsie, Mb. Parkinson (Frühsymptom!), RLS, Neurodegenerative Prozesse u. a.).
  4. Stress-Hormone: Cortisol-Anstieg, Adrenalin-Ausschüttung.
  5. Geschlechtshormone  (Progesteron, Östrogene; Zunahme von Albträumen  in der 2. Zyklushälfte, bei prämenstruellem Syndrom und in der Prämenopause)
  6. Intoxikationen & Medikamente (Alkohol, Benzodiazepine, Schlafmittel, Trizyklische Antidepressiva, Absetzsyndrom bei Entzug von Medikamenten oder Alkohol u. a.)

Psychische Ursachen

  • Angstkrankheit (Aufwachen mit Herzrasen und Angst).
  • Posttraumatische Belastungsstörung (Trauminhalt betrifft meist traumatisches Erlebnis).
  • Pavor nocturnus (nächtliche Angstattacken).
  • Psychische Krankheiten (Stress, Depressionen, Änderung der Schlafumgebung).

Bei Kindern ist alles anders

Kinder haben wesentlich öfters Albträume als Erwachsene. Man schätzt, dass 20–40 % aller Kinder davon betroffen sind. Die Häufigkeit ist auf die noch nicht abgeschlossene Gehirnentwicklung und längere REM-Schlaf-Phasen zurückzuführen. Dazu kommt, dass die emotionale Regulation eine andere ist, als bei Erwachsenen, und Ängste anders verarbeitet werden. Einen nicht unwesentlichen Beitrag dürfte bei Kindern auch der Medienkonsum leisten. In der Pubertät kommt es zu einem „Umbau“ der neuronalen Vernetzungen im Gehirn. In dieser Phase nehmen Albträume wieder zu.

Ich freue mich über Kommentare (Kommentare werden nur veröffentlicht, wenn dies gewünscht ist).

„Sickness behaviour“

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Was versteht man unter „Sickness behaviour“? Jedenfalls nicht wie viele Menschen meinen das Verhalten eines „eingebildeten Kranken“ oder hypochondrisches Verhalten. In vergangenen Blogs habe ich über die 4 Notfallsituationen Kampf (fight), Flucht (flight) Erstarren (freeze) und Angsterwartung („fear expectation“) gesprochen und diese dem Erholungsverhalten („recreational behaviour“) gegenüber gestellt. Neben diesen 5 biochemischen Verhaltensmustern gibt es noch ein 6. biochemisches Verhaltensmuster, das ich als „Sickness behaviour“ bezeichnen möchte. „„Sickness behaviour““ weiterlesen

Bibel: 33 Wunder im NT medizinisch erklärt

Ist Christus tatsächlich von den Toten auferstanden oder hat ihm der Lanzenstich zufällig das Leben gerettet?  Wurde die Mutter Gottes jungfräulich schwanger oder wurde durch einen Übersetzungsfehler die „junge Frau“ zu „Jungfrau“ Maria? Wie konnte Jesus über das Wasser gehen? Gibt es eine Erklärung für die wunderbare Brotvermehrung. Ist es möglich, dass Blinde, Stumme, Gelähmte oder Aussätzige plötzlich „Bibel: 33 Wunder im NT medizinisch erklärt“ weiterlesen

Die 10 Gebote

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Beim Schreiben eines Buches über „die 10 Gebote aus biologischer Sicht“ war ich nicht wenig erstaunt, als ich erfuhr, dass die orthodoxen Christen, die Katholiken, die protestantischen Kirchen und die Juden nicht alle die gleichen 10 Gebote haben. Wer die „richtigen“ 10 Gebote hat, kann keiner „Die 10 Gebote“ weiterlesen

Redewendung: „Schiss haben“

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Ich hab Schiss“, sagt man, wenn man wirklich Angst hat. Wenn etwas ungeheuerlich erscheint, „hat man ein ungutes Bauchgefühl“ und bei chronischen Sorgen „liegt einem etwas im Magen“. Ist etwas richtig schiefgegangen, sagt man „etwas ist in die Hose gegangen“. Nicht umsonst heißt es „der Darm ist der Spiegel der Seele.“

Können Sie sich noch an die Hamsterkäufe zu Beginn der Pandemie erinnern? Was war als erstes ausverkauft? Richtig es war das Klopapier, denn die Situation war wirklich „beschissen“.

„Redewendung: „Schiss haben““ weiterlesen

Psychotrope Infektionen

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Keine Angst, ich will Sie nicht noch mehr mit psychotropen Infektionen langweilen.  Doch die Bedeutung dieser Infektionskrankheiten wird meiner Ansicht nach total unterschätzt. Jeder (!) hat im Laufe seines Lebens eine dieser Infektionen durchgemacht.

„Psychotrope Infektionen“ weiterlesen

4 Arten von Stress?

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Stress wird oft mit Flucht oder Kampf beschrieben. Die dritte mögliche Reaktion ist der Totstellreflex. Dabei hat die betroffene Person das Gefühl, ohnmächtig zu werden oder fühlt sich „nur“ schwindelig. Diese drei Notfallreaktionen (Flucht, Kampf, Erstarrung), werden durch

„4 Arten von Stress?“ weiterlesen