Warum die Einnahme von Tryptophan vielleicht keine gute Idee ist.

Die essenzielle Aminosäure Tryptophan wird immer nur als Vorläufer für den Transmitter Serotonin gesehen. Das ist richtig, doch dabei wird kaum beachtet, dass Serotonin noch viele andere Funktionen hat.

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Sind Sportplätze gesund?

Sport ist angeblich gesund. Deshalb braucht jedes Dorf, jeder Verein und jede Wohnanlage ihren eigenen Sportplatz. Das glauben zumindest viele Politiker und Funktionäre, die sich beliebt machen wollen. Die Wirklichkeit sieht aber anders aus. „Sind Sportplätze gesund?“ weiterlesen

Reizdarm und Menopause

Symptome in der Menopause
Wikipedia

In den Jahren vor und während der Wechseljahre bekommen viele Frauen Reizdarm Beschwerden. Doch warum ist das so?

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Impfpflicht ja oder nein?

Die unklügste Maßnahme, um Menschen zu einer Impfung zu bewegen, ist die Ankündigung, staatliche Gewalt anwenden zu wollen. Zum Glück ist die Impfpflicht in Österreich gefallen, aber in der BRD entsteht schon wieder eine Diskussion zur Impfpflicht. Dazu einige Gedanken:
– Bei Viruserkrankungen mit hoher Mutationsrate (Grippe, Covid-19 etc.), kann niemals (!) auch bei einer theoretischen Durchimpfungsrate von 100 % das Virus ausgerottet werden. Hier kann nur jährlich ein angepasster Impfstoff angeboten werden, um die Krankheitshäufigkeit zu vermindern (funktioniert leider nicht immer)
– Bei Viruserkrankungen mit niedriger Mutationsrate (Masern, Pocken etc.) wäre eine Ausrottung theoretisch möglich. In der Praxis braucht aber nur eine Durchimpfungsrate von ca.70-80 % der Bevölkerung erreicht werden. Diese Durchimpfungsrate könnte man leicht erreichen, wenn die Krankenkassen die Bestimmung der entsprechenden Impftiter für Impfwillige kostenlos zur Verfügung stellen würden.
– Es ist bedenklich, wenn der Staat und die PolitikerInnen darüber nachdenken, Zwangsbehandlungen einzuführen, gleichzeitig aber nicht bereit sind, die Kosten für die notwendigen Impftiter-Bestimmungen und die Impfstoffe für Erwachsene zu übernehmen, um Impfwillige zu unterstützen.

– Eine Bitte noch an die JournalistInnen, die über solche Themen schreiben. Bitte polarisieren Sie nicht und lassen Sie eine ergebnisoffene Diskussion zu. Wir laufen sonst Gefahr, mehr Schaden, als Nutzen anzurichten.

Covid-19 soll man auf den neuen Impfstoff warten?

Wegen zahlreicher Anfragen, hier meine Meinung zur Auffrischungsimpfung gegen Covid-19 (ist aber keine Empfehlung, da ich nicht mehr Arzt bin!):

Im Herbst soll ein neuer Impfstoff auf den Markt kommen, der auch gegen die Omikron-Variante wirksam ist. Viele stellen sich die Frage, ob man für den 4. Stich auf den neuen Impfstoff warten soll? Dazu sei Folgendes gesagt:

Der Neue Omikron-wirksame Impfstoff zeigt offenbar nur eine Wirkung gegen die BA.1-Omikron-Variante. Derzeit herrschen aber vor allem BA.4 und BA.5-Varianten vor, in einigen Ländern auch die BA.2 Variante. Deshalb ist von dem neuen Impfstoff kein wirklicher Schutz gegen die derzeit vorherrschenden Omikron Varianten zu erwarten. Es zahlt sich also nicht wirklich aus, auf den neuen Impfstoff zu warten.

Soll man sich dann mit dem alten Impfstoff impfen lassen?

Entgegen der Meinung vieler Experten bin ich nicht der Ansicht, dass man nicht überimpft werden kann. (persönliche Meinung).  Deshalb würde ich den Impftiter bestimmen lassen.

  • Unter einem Wert von 21,8 BAU, hat man mit hoher Wahrscheinlichkeit keinen Immunschutz gegen Corona.
  • Über einem Wert von 44 BAU, hat man mit hoher Wahrscheinlichkeit noch einen Immunschutz gegen Corona.
  • Bei Werten zwischen 21,8 und 44 BAU/ml ist es Geschmacksache, ob man sich impfen lässt oder nicht.

Nachdem die BA.4- und BA.5-Varianten mehrheitlich einen sehr milden klinischen Verlauf zeigen, ist es wahrscheinlich günstig jetzt im Sommer eine Ansteckung zu erfahren (solange die Krankenhäuser noch nicht überlastet sind), damit man im Herbst, gemeinsam mit den bisherigen Impfungen, einen guten Infektionsschutz hat.

Plastik in der Nahrung

Mikroplastikpartikel sind in der Umwelt allgegenwärtig. Von der Luft, die wir atmen, bis zu den Lebensmitteln, die wir essen. Im Sputum ALLER Menschen kann Mikroplastik nachgewiesen werden. 21 verschiedene Arten von Plastik atmen wir mit der Umgebungsluft ein1.

Mikroplastik und Nanoplastik befindet sich bereits in der Nahrungskette. Im Darm beeinflusst es die Zusammensetzung der Darmkeime, die Immunantwort und die Funktion der Darmwand2. Funktionen, die bei Menschen mit Reizdarmsyndrom gestört sind.

Täglich essen wir etwa 553 Partikel Plastik, das sind 184 ng. 90% dieser Partikel verbleiben bis zum Lebensende im Körper3. Im Laufe eines Lebens hat man etwa 5 g Plastik im Körper angereichert. Das ist die Menge, die einer Scheckkarte entspricht.

Nicht nur das Plastik, welches wir mit der Nahrung aufnehmen, macht Probleme. Vor allem die Chemikalien, die an Plastik gebunden sind, bereiten Sorgen. Krebserregende Stoffe, endokrine Disruptoren, Weichmacher usw.  Diese an Plastik gebundenen Stoffe, entfalten eine lebenslange Depotwirkung in unserem Körper.

Wie könnte man das Problem lösen?

Den gesundheitlichen Folgen kann sich niemand mehr entziehen. Das betrifft auch superreiche Oligarchen und Konzernchefs der Plastikindustrie, der Verpackungsindustrie und der Lebensmittelindustrie. Selbst in der Arktis findet sich Mikroplastik. Nur eine Reduktion der Plastikproduktion kann eine Lösung darstellen, denn das viel gepriesene Recyceln ist nur zu einem ganz geringen Prozentsatz möglich und wird in der Praxis auch kaum durchgeführt.

1Huang, S., Huang, X., Bi, R., Guo, Q., Yu, X., Zeng, Q., …Guo, P. (2022). Detection and Analysis of Microplastics in Human Sputum. Environ. Sci. Technol., 56(4), 2476–2486. doi: 10.1021/acs.est.1c03859

2Djouina, M., Vignal, C., Dehaut, A., Caboche, S., Hirt, N., Waxin, C., …Body-Malapel, M. (2022). Oral exposure to polyethylene microplastics alters gut morphology, immune response, and microbiota composition in mice. Environ. Res., 212, 113230. doi: 10.1016/j.envres.2022.113230

3Nor, N. H. M., Kooi, M., Diepens, N. J., & Koelmans, A. A. (2021). Lifetime Accumulation of Microplastic. Environ. Sci. Technol., 55(8), 5084. doi: 10.1021/acs.est.0c07384

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