Reizdarm

Hier entsteht ein neuer Blog zum Thema Reizdarmsyndrom (irritable bowl syndrome). Wer will kann  Fragen stellen ich werde mich bemühen sie so gut wie möglich zu beantworten. In jedem Fall muss aber immer ein Arzt gefragt werden, weil man in einem Blog  nicht immer alles berücksichtigen kann.

Das Buch zu diesem Thema ist gerade im TRIAS Verlag erschienen und hat den Titel  „ist es Reizdarm“

CK-Erhöhung (Creatinkinase erhöht, was ist die Ursache?)

Erhöhte CK-Werte (Creatinkinase)

werden im Rahmen einer Blutabnahme relativ häufig festgestellt und müssen nicht gleich beunruhigen. Auch wenn ein erhöhter CK-Wert Hinweis auf einen Herzinfarkt oder Schlaganfall oder eine andere schwere Krankheit sein kann, sind die meisten CK-Erhöhungen vollkommen harmloser Natur. Zunächst muss man sich fragen: Woher stammt die CK (Creatinkinase, Kreatinkinase)?

Es gibt 3 Ursprungsorte: Die Muskulatur, den Herzmuskel und das Gehirn. Woher die CK kommt kann man durch die Bestimmung der CK-Isoenzyme bestimmen. Da macht vor allem dann Sinn wenn man immer wieder oder andauernd erhöhte CK Werte hat oder wenn CK-Werte extrem hoch sind. Die Isoenzyme haben die Bezeichnungen

  • CK-MM (stammt aus der Muskulatur)
  • CK-MB (stammt aus dem Herzmuskel)
  • CK-BB (stammt aus den Nervenzellen bzw. dem Gehirn)

HÄUFIGE URSACHEN

  • Die häufigsten Ursachen für eine meist harmlose CK-Erhöhung sind:

    • Stürze und Verletzungen jeder Art
    • Sport (CM-MM). Bei Marathonläufern kann es auch zu einem Anstieg der CK-BB kommen mit extrem hohen Werten
    • Alkohol
    • Medikamente, allen voran führen Lipidsenker wie Statine und Fibrate zu einem CK-Anstieg
    • intramuskuläre Injektionen (Impfungen!), Muskelkater, Muskelsteifigkeit (CK-MM)
    • Schlafapnoe oder Schlafstörungen mit nächtlichen Beinbewegungen
  • Die häufigsten Ursachen für nicht harmlose CK-Erhöhung sind

    • Herzinfarkt
    • Schlaganfall
    • Muskelerkrankungen

LISTE der mir bekannten URSACHEN die zu einem CK-Anstieg führen

  • Herzerkrankungen (Anstieg der CK-MB)
    • Myokardinfarkt
  • Erkrankungen der Nerven, Genhirns (Anstieg der CK-BB)
    • Schlaganfall
    • Epilepsie (Anfallsgeschehen)
    • Multiple Sklerose.
    • Subarachnoidalblutung.
    • Schlafapnoe obstruktive (Die CK ist bei OSAS signifikant erhöht. Möglich ist dabei ein Einfluss der vermehrten nächtlichen Muskelaktivität in Form von Weckreaktionen oder Beinbewegungen. Unklar ist, warum trotz CPAP-Therapie Patienten weiterhin eine CK-Erhöhung aufweisen)
    • Extrem-Sport (Iron-man, Marathonlauf etc.)
  • Muskelerkrankungen bzw. muskelbedingter CK-Anstieg (Anstieg der CK-MM)
    • Exzessiver Sport Rigidität (Muskelsteife, Spasmen => CK-Anstieg).
    • Erkrankungen des EPMS (Extrapyramidales Syndrom).
    • Bakterielle Myositis (Whipple Krankheit, Toxoplasmose, TBC (Tuberkulose), Staphylokokken, Legionellen, Clostridien, Borrelien, Ehrlichien, Anaplasma phagocytophilum u.a.)
    • Autoimmun-Krankheiten (Polymyositis, Dermatomyositis, Lupus erythematodes, Myasthenia gravis u.a.)
    • Alle anderen Arten einer Muskelentzündungen (Myositis)
    • metabolische Myopathien
    • Toxische Myopathie (alkoholische Myopathie, Statin-Myopathie)
    • Muskelverletzungen (Sturzverletzung, intramuskuläre Injektion, Impfungen u.s.)
    • Neuromuskuläre Erkrankungen
    • Angeborene, genetisch bedingte Myopathien (meist chronische CK Erhöhung, sehr sehr selten): Übersicht findet sich unter https://www.biozentrum.uni-wuerzburg.de/humangenetik/patientenversorgung/diagnostikangebot/neuromuskulaere-erkrankungen-ngs/myopathie-panel/
  • Medikamente und toxische Substanzen
    • Lipidsenker: Statine, Clofibrat (vor allem in Kombination)
    • Antiarrhythmika.
    • Phenothiazinderivate
    • Narkosemittel, Muskelrelaxantien (Halothan, Suxamethonium u.a.)
    • Lithium.
    • Alkohol
  • Endokrine Erkrankungen
    • Phäochromozytom
    • Hypothyreose
    • Hyperthyreose.
  • Makro-CK (Anomalie des Moleküls): Bei etwa 4 % der asymptomatischen Patienten liegt die Ursache der erhöhten CK in der sog. Makro-CK. Man unterscheidet zwei Typen:
    • Makro-CK Typ 1: Die CK-Moleküle sind an Immunglobuline gebunden. Sie findet sich oft bei Autoimmunerkrankungen, hat aber auch in vielen Fällen keinen Krankheitswert.
    • Makro-CK Typ 2 (beruht auf Oligomeren aus mitochondrialer CK. Der Anteil muskulärer CK-MB an der Gesamt-CK beträgt oft mehr als 20 %. Mögliche Ursachen sind Malignome, Leberzirrhose oder ein Lyell-Syndrom. Da die Makro-CK nicht mit einem Muskelschaden assoziiert ist, liegen Myoglobin im Serum, LDH, GOT, GPT und Aldolase im Normbereich, die CK selbst steigt selten über 500 U/l.)
  • Andere Krankheiten
    • Neoplasien (Malignes neuroleptisches Syndrom, Kolonkarzinom u.a.)
    • Pankreatitis (akute)
    • Mesenterialgefäßverschluß.

Leukämie.

    • Leberzellnekrosen.
    • Hypokaliämie (niedriges Kalium)
    • Cholin-Mangel.

Wenn Sie Fragen oder Ergänzungsvorschläge zu diesem Thema haben oder Fehler finden sollten, schreiben Sie eine E-Mail an Maximilian@Ledochowski.info. Die Kommentarfunktion wurde deaktiviert weil sich andauernd Spam-Kommentare eintragen.

Ernährung in der Schwangerschaft (Teil 2: Infektionsgefahr)

In Arbeit:

Grundsatz 2: Embryo nicht über die aufgenommene Nahrung infizieren: Das ungeborene Kind hat noch kein ausgereiftes Immunsystem und kann deshalb mit Keimen nicht so gut umgehen. So gibt es einige Infektionserkrankungen (z. B. Toxoplasmose, Zytomegalie u. a.), die über die Aufnahme von Nahrungsmitteln bedingt sein können und beim Kind zu Schäden führen können.

Hier gehören vor allem Nahrungsmittel dazu, die in den letzten Jahrzehnten als besonders “gesund” angepriesen wurden, nämlich Rohkost: Rohes Fleisch, roher Fisch, Rohmilchprodukte sollten deshalb für jede Schwangere tabu sein. Aber auch rohes Gemüse, besonders wenn es vorgeschnitten und in luftdicht verpackt ist (vorgeschnittener Salat im Supermarkt oder Imbissstation) stellt eine Brutstätte für gefährliche Mikroorganismen dar.

Dazu kommt noch, dass Keime von rohem Fisch oder Fleisch vor allem Geflügel, auch dann zu Infektionen führen kann, wenn es gekocht oder gebraten wurde. Nämlich dann, wenn in der Küche das rohe Fleisch in die Hand genommen wurde, um es etwa in die Bratpfanne zu legen, und anschließend mit den ungewaschenen Händen der Salat zubereitet wurde. Auch wenn nicht geschnittener roher Salat in der Regel keine gefährliche Infektionsquelle darstellt, wird er so durch die Übertragung infektiöse Keime in der Küche plötzlich zum gefährlichen Überträger von Krankheitskeimen.

Nahrungsmittel assoziierte Infektionen sind während er ganzen Schwangerschaft, besonders aber im 3. Trimester zu beachten. Man muss wegen der vielen Infektionsmöglichkeiten nicht gleich beunruhigt sein, zumal die Mutter die Antikörper, die sie im Rahmen ihres Lebens gegen die verschiedenen Krankheitserreger gebildet hat, über das Blut auch dem Kind überträgt und damit vor Infektionen schützt.

Nahrungsmittel die während der Schwangerschaft aus Gründen der Infektionsgefahr vermieden werden sollten (Merksatz: „Cook it, peel it or leave it“)

  • Rohes Fleisch (Cave „Fleisch- und Wurstesser“)
    • Beef steak tartar.
    • Mettwurst.
    • Steak (medium rare)
    • Teewurst (Norddeutschland)
    • Carpaccio.
    • Salami.
    • „Medium“ steak,
    • Speck,
    • Manche Arten von Schinken (Prosciutto, jamon serrano, jamon crudo Rohschinken in Spanien etc.)
    • Rohwürste aus Schweinefleisch und -innereien
    • Leberwürste
    • Rohes Hackfleisch (Beef tartar)
    • Räucherwürste
    • Nicht ganz Durchgegartes etc.
  • Rohe Milch und Rohmilchkäse (je härter der Käse, desto ungefährlicher, denn Wasser wird für Bakterienwachstum benötigt).
    • Unpasteurisierte Milch (das niedrigste Infektionsrisiko hat H-Milch).
    • Rohmilchkäse (z. B. Camembert, Brie)
    • Rotschmiere-Käse (z. B. Quargel)
    • Alle nicht pasteurisierte Milchprodukte
  • Roher Fisch,
    • Sushi,
    • Rollmöpse,
    • Räucherlachs
  • Rohe Eier (sofern nicht pasteurisierte Eier verwendet wurden):
    • Tiramisu,
    • Mayonnaise,
    • Eierlikör

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Ernährung in der Schwangerschaft (Teil 1: Intoxikationsgefahr)

In Arbeit:

Für die Ernährung in der Schwangerschaft gelten folgende Grundsätze:

1. Embryo nicht vergiften

2. Embryo nicht infizieren

3. Embryo mit allen notwendig Nährstoffen versorgen

4. Metabolische Programmierung beachten

1. Grundsatz (Embryo nicht zu vergiften): Das ungeborene Kind hat noch keine oder kaum ausgebildete Entgiftungsmechanismen, weil die dafür notwendigen Organe und Enzyme noch nicht ausreichend funktionieren. Trinkt die Mutter eine Tasse Kaffee, dann kann sie das darin enthaltene Koffein mit Leichtigkeit abbauen, vor allem wenn sie eine ausgewiesene Kaffeetrinkerin ist. Beim Embryo sind die dazu notwendigen Enzyme noch nicht vorhanden, deshalb kann schon ein vermeintlich “harmloses” Getränk im Embryo zu Vergiftungserscheinungen führen.

Vor allem in ersten Trimenon, wenn der Embryo noch nicht voll funktionsfähige Organe hat, sind solche „Vergiftungen“ von Bedeutung und sollten von der Mutter berücksichtigt werden. In dieser Zeit kann sich das ungeborene Kind nur indirekt vor Vergiftung schützen. Das geschieht dadurch, dass in der Plazenta das Hormon HCG gebildet wird. Ein Anstieg von HCG im Blut oder Harn wird auch bei den Schwangerschaftstests ausgenützt, um eine Schwangerschaft sicher festzustellen.

Eine wenig bekannte Funktionen von HCG besteht darin, das “Brechzentrum” im Gehirn der Mutter zu empfindlicher zu machen. Dadurch kommt es vor allem zu Beginn der Schwangerschaft zu “flauem Gefühl”, Übelkeit, Geruchsempfindlichkeit und manchmal sogar zu heftigem Erbrechen. Schwangerschaftsübelkeit ist also ein Ausdruck eines HCG-Anstieges.

Nahrungsmittel, welche die Mutter sonst ohne Probleme essen konnte, werden so plötzlich abstoßend. Die Schwangere kann plötzlich gewisse Speisen nicht mehr riechen. Das ist auch gut so, handelt sich dabei doch meist um Nahrungsmittel, die einer sehr komplexen Entgiftung unterliegen und deshalb für das ungeborene Kind gefährlich werden können. Kohlgemüse und andere Gemüsesorten aus der Familie der Kreuzblütler führen bei der Zubereitung zu einem intensiven Geruch, der oft zu Übelkeit führt und deshalb nicht gegessen wird.

Die Natur hätte mit der Schwangerschaftsübelkeit für ausreichenden Schutz des Kindes vor Vergiftung gesorgt, wenn nicht Mütter, Schwiegermütter und andere Verwandte in der Meinung etwas Gutes tun zu müssen, die Schwangere dazu anhalten würden, doch “gesund” zu essen. In manchen Kulturen gilt es als unhöflich, wenn die Schwiegertochter nicht von mitgebrachtem Essen isst. Das kann so weit gehen, dass diese Frauen im Krankenhaus stationär aufgenommen werden müssen, nur um sie vor „besonders fürsorglichen Schwiegermüttern“ zu schützen.

Nahrungsmittel, die während der Schwangerschaft aus Gründen der toxischen Belastung vermieden werden sollten.

  • Thunfisch und alle Fische aus kontaminierten Meeren (z.B. Ostsee wegen zunehmender Schwermetallbelastung).
  • Muscheln (filtrieren Toxine aus dem Wasser und reichern diese Gifte an, z. Bsp. TNT aus Bomben in der Nordsee).
  • Glutamat (passiert die Planzentaschranke). Führt möglicherweise zu Schäden der embryonalen Hypophysenfunktion vor allem im 3. Trimenon.
  • Kunststoffverpackungen (Plastikverpackungen, Plastikdeckel, Dichtung in Metalldeckeln etc.) können Weichmacher enthalten, die möglicherweise reproduktionstoxische Wirkungen haben (z. B. Bisphenol A, 2-Ethylhexansäure u. v. a.).
  • Nüsse (wegen Belastung mit Pilztoxinen)
  • Kaffee (max. 1 Tasse/Tag, da Embryo Koffein nicht abbauen kann!)
  • Alkohol sowie alle suchterzeugenden Drogen.
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